---18.05. 2012---
Das liebe Geld
Eckpfeiler der Geldanlage
Glücklich oder tüchtig - je nach dem - ist der, der Geld nicht aufnehmen muss, sondern es gewinnbringend anlegen kann. Und auch bei der Geldanlage bewahrheitet sich, wie überall anders auch: Man bekommt einfach nichts geschenkt. Viele Institute locken dem Sparer mit sagenhaften Renditechancen das Rentenpolster aus der Tasche und hinterher ist das Gejammer groß. Wieder und wieder hört man von geprellten Anlegern, die nun ohne einen Cent dastehen und um ihre Altersvorsorge bangen müssen.

Bei der Geldanlage gibt es eine ganz einfache Faustregel: Hohe Rendite lässt sich nur mit hohem Risiko erkaufen. Je höher die Rendite, desto größer ist die Gefahr, bei der Aktion seinen Einsatz ganz oder teilweise zu verlieren. Wenn jemand kurzfristig eine 50 prozentige Rendite verspricht, dann ist das in etwa so, als würde man ins nächste Casino fahren und beim Roulette auf eine Farbe setzen, was prinzipiell noch ehrlicher ist, da das Casino keine Gewinnversprechen gibt.

Wer also Geld anlegt, um beispielsweise für's Alter vorzusorgen, der sollte sein Risiko staffeln. Je später man mit der Vorsorge beginnt, desto kleiner sollte das Risiko gehalten werden, da man im Fall eines Verlustes nicht mehr so viel Zeit im aktiven Arbeitsleben hat, diese Scharte wieder auszusetzen. Den Grundstock, mit dem sich ein würdevoller Ruhestand finanzieren lässt, sollten dabei sichere Geldanlagen wie Renten oder Lebensversicherungen bilden.

Wer dergestalt seine Schäfchen ins Trockene gebracht hat, der kann mit einem weiteren Teil seines Geldes höhere Risiken in Form von Aktien oder Fonds eingehen. Entscheidet man sich für Aktienfonds, sollte man bedenken, dass das Risiko genauso hoch ist, als wenn man direkt in Aktien investieren würde, die Rendite dafür geringer. Denn die Bequemlichkeit der Anleger lassen sich die Fondsmanager natürlich in Form von Ausgabeaufschlägen oder Managementgebühren bezahlen.

Aktienfonds werben zwar gern mit imposanten Kursverläufen der vergangenen Jahre, doch Gewinngarantien geben sie genauso wenig wie das Casino. Offensichtlich vermögen sie das Vertrauen in ihre Arbeit, dass sie von den Anlegern erwarten, selbst nicht in gleichem Maße aufzubringen.

Wem allerdings Renten und Lebensversicherungen zu konservativ sind und wer mit Aktienspekulationen auch noch nicht den richtigen Kick erlebt, der kann sein Geld dann immer noch beim Lotto verzocken.

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