---05.02. 2012---
Tipps rund um's Körpergewicht und Abnehmen
Der Alltag in Bewegung
Wer erfolgreich ohne Jojo-Effekt Körperfett abbauen möchten, muss das Notfallprogramm des Körpers austricksen. Die Kalorienzufuhr wird nur ganz langsam reduziert - mit dem positiven Nebeneffekt, dass auf so gut wie nichts verzichten werden braucht. Statt einer ganzen Tafel Schokolade tut's auch die Hälfte und irgendwann reicht auch ein einziger Riegel, um den Heißhunger zu stillen. Bereits beim Einkauf kann man es sich leichter machen, indem man nicht zu den Jumbo-Packungen greift und keine riesigen Vorratslager an Nasch- und Knabberwerk anlegt.

Daneben ist körperliche Aktivität der Schlüssel zur nachhaltigen Fettverbrennung. Das muss nicht heißen, dass man hechelnd durch den Wald rennt oder zentnerschwere Hanteln stemmt. Es sind die alltäglichen Bequemlichkeiten, die man sich abgewöhnen sollte - frei nach dem Motto: "Jeder Gang macht schlank". Gerade am Anfang verzichtet der Körper ungern auf seinen gewohnten Wohlstand. Man kann ihn aber langsam daran gewöhnen, einfach etwas härter für das zu arbeiten, wonach es ihn verlangt.

Das Training beginnt zu Haus

Während der Steinzeitmensch noch den ganzen Tag damit verbrachte, jeden einzelnen Stein auf der Suche nach einem Wurm umzudrehen oder kilometerweit hinter einem mageren Hasen herzurennen, nimmt der Wohlstandsmensch heute das Telefon zur Hand und lässt sich eine Pizza kommen. Welch ein Jagderfolg, endlich einen Pizza-Bringdienst gefunden zu haben, der noch mehr Belag für noch weniger Geld noch schneller liefert! Nichts ist gegen eine gut belegte Pizza einzuwenden, doch statt sie sich bringen zu lassen, kann man sich das nächste Mal auch auf's Rad schwingen oder sich zu Fuß zum Pizzabäcker aufmachen.

Treppen steigen, auch mit schweren Einkaufstüten in der Hand, ist ein besseres Training als den Aufzugknopf zu drücken. Wer abends vor dem Fernseher Kartoffelchips essen möchte, kann selbst aufstehen und sie sich holen. Auch wenn man meint, man hätte es sich verdient, muss man sich nicht vom Partner oder den Kindern bedienen lassen. Wenn die Tüte wider Erwarten dann doch nicht bis zu Ende gegessen wurde, kann sie wieder zurück in den Schrank. Die Versuchung, aus Langeweile weiter zu essen wird somit klein gehalten.

Optimalerweise lagert man seine kleinen Vorräte an Knabbereien sowie Bier, Wein und andere Kalorienbomben so weit wie möglich außer Reichweite. Der Keller ist ein idealer Ort, denn wer der Versuchung dann doch nicht wiederstehen kann, muss dafür wenigstens Treppen steigen.

Strategie der kleinen Schritte
Die Bequemlichkeit ist die größte Hürde beim Abnehmen. Wer zu dick ist, bewegt sich häufig zu wenig. Dabei braucht man kein Hungerkünstler und auch keine Sportskanone zu werden - man muss nur die Trägheit der Masse überwinden. Es darf keine Entschuldigung mehr gelten, mit der man sich sonst Absolution für die Bequemlichkeit erteilt hat. Der Körper soll sich daran gewöhnen, dass er zwar alles haben kann, von nun an aber nichts mehr geschenkt bekommt.

Auch mit bescheidenen Bewegungen wie Treppen steigen, zum Einkaufen laufen oder mit dem Rad fahren und regelmäßigen Spaziergängen, die man nach und nach verlängert, baut man Kondition und Kraft auf. Mit der Zeit fällt es immer leichter, sich zu bewegen und es macht dann auch immer mehr Spaß. Dieser Kreislauf führt zu einem gestiegenen Körperbewusstsein und langfristig zu einer gesünderen Lebensweise.

Es geht natürlich nicht darum, sich künftig jede einzelne Kalorie vorzurechnen - so macht das Leben einfach keinen Spaß. Das müssen lediglich Hochleistungssportler oder Menschen, die unter ärztlicher Betreuung Gewicht reduzieren.

Es ist allerdings interessant zu wissen, wie hart man tatsächlich arbeiten muss, um ein paar Kalorien loszuwerden. Und wenn man dann noch bedenkt, dass ein Kilogramm Fett mit 9300 Kilokalorien zu Buche schlägt - einer Menge, mit der ein mittelmäßig aktiver Mensch ohne weiteres drei Tage auskommt - dann kann man sich leicht ausrechnen, wieviel Geduld man beim Abnehmen mitbringen muss.

Mit Sport mehr erreichen

Wenn der Alltag erst einmal aktiver gestaltet ist, ist es auch nur noch ein kleiner Schritt zur sportlichen Betätigung, mit dem die Gewichtsreduktion beschleunigt werden kann. Diejenigen Sportarten, bei denen man lange, gleichförmige Bewegungen ausführt, haben in der Regel den besten Wirkungsgrad. Doch sollte bei der Wahl der Sportart in erster Linie der Spaß entscheiden, denn wer sich zu etwas zwingt, gibt schneller wieder auf. Nicht jedem liegt es, sich stundenlang allein durch den Wald zu quälen - selbst Frisbee oder Federball erfüllen den Zweck.

Ein sanfter Zwang durch regelmäßige Termine, am besten in einem Sportverein oder einer privaten Gruppe, verspricht am ehesten Erfolg, denn je schwerer es wird, Entschuldigungen zu finden und je mehr man sich für's Fernbleiben rechtfertigen muss, umso eher bleibt man bei der Stange.

Ungeübte sollten gerade zu Beginn nicht dem Ehrgeiz sondern der Vernunft folgen, denn nicht jeder Sport tut jedem gleich gut. Ein kleiner Sportcheck gibt dabei erste Anregungen für einen gesunden Einstieg in die sportliche Aktivität.

Diättipps für's langfristige Abspecken, Bewegung bei Figurproblemen, Schlankheitskuren durch Fettreduktion und Sport, fit und schlank durch seriöse Ernährungsberatung
Google