---05.02. 2012---
Tipps rund um's Körpergewicht und Abnehmen
Der Body Mass Index (BMI)
Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters, heißt es in der Kunst - und ob jemand nun dick ist oder nicht, entscheidet der kritische Blick in den Spiegel. Sorgt die Globalsierung bereits für einen Einheitsgeschmack bei den Nahrungsmitteln, so bleibt das Schönheitsideal davon erst recht nicht verschont. Individualität scheint nicht mehr im Trend zu liegen, denn die Motive auf den Titelbildern der Zeitschriften oder in den Videoclips der Musiksender weltweit sind beliebig austauschbar.

Charakterköpfe sind nicht mehr angesagt: Wer eine krumme Nase hat, lässt sie sich richten und was der Schönheitschirurg nicht hinbekommt, erledigt Photoshop. Jede noch so kleine Hautunebenheit wird mittels Weichzeichner wegretuschiert und übrig bleibt nichts weiter als ein Einheits-Gesicht. Tatsächlich haben Wissenschaftler festgestellt, dass nicht das Besondere sondern vielmehr das Durchschnittliche als schön empfunden wird. Durch Überlagerung etlicher Portraitfotos ergab sich dabei das attraktivste Gesicht.

Diese Kommerzialisierung des guten Aussehens muss allerdings nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Wem das, was er beim Blick in den Spiegel sieht, gefällt und wer sich wohl in seinem Körper fühlt, der ist meistens auch nicht zu dick.

Doch über den individuell-ästhetischen Standpunkt hinaus gibt der gesundheitliche Faktor zusätzliche Hinweise darauf, ob man noch im richtigen Körper steckt. Denn wem bei ganz alltägliche Bewegungen wie Treppen steigen oder Einkaufstaschen tragen schnell die Puste ausgeht, der sollte tatsächlich mal seine Ess- und Lebensgewohnheiten überdenken - ganz gleich, ob dick oder dünn.

Bedingte Aussagekraft des BMI

Lange Zeit wurde im Zusammenhang mit gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung dem "Body Mass Index" oder kurz "BMI" eine bedeutende Rolle beigemessen. Über die denkbar einfache Formel Gewicht/Größe im Quadrat attestierte der BMI fast jedem lebensfrohen Zeitgenossen gnadenlos das Übergewicht. Ganz gleich, ob man tatsächlich etwas dicker ist oder ob man ein schwerer Muskelprotz ist - der Body Mass Index teilt die Menschheit in unter-, normal- und übergewichtig ein.

BMI-Rechner
Größe cm:
Gewicht kg:
Alter Jahre:
Fettanteil %:
 w.  m.
Dabei hat die scheinbare Objektivität der Formel durchaus Methode, denn an den Diätbemühungen der Wohlstandsgesellschaft verdienen viele Leute eine Menge Geld. Dazu gehören Ärzte, die Pharmaindustrie und auch die Versicherungsbranche, die die Beiträge zu Krankenversicherungen gern auch von der Statur des Versicherungsnehmers abhängig macht. Und just diese Gruppen legten jahrelang den Sollwert für den BMI fest. Sind die Kassen einmal leer, setzt man den BMI einfach ein Pünktchen herunter und schon rollt der Rubel wieder.

Wenn Sie dennoch wissen möchten, was der BMI über Ihre Figur aussagt, können Sie sich hier Ihren Wert errechnen lassen. Wenn Sie sich als muskulös oder athletisch einschätzen und Ihren Körperfett-Anteil kennen, dann tragen Sie ihn bitte auch mit ein.

Das Böse lauert am Bauch

Mittlerweile haben die Wissenschaftler jedoch festgestellt, dass dick nicht gleich dick ist und dass nicht jedes Körperfett gesundheitsbeeinträchtigend ist. Unterschieden wird nun zwischen zwei Typen, wobei die einen - überwiegend Frauen - ihr Körperfett um das Becken, Po und die Beine gelagert haben, während die anderen - überwiegend Männer - ihr Körperfett um den Bauch herum tragen.

Das Bauchfett ist von beiden das schädlichere Körperfett, das am ehesten Diabetes und Herzkrankheiten befördert, während Menschen, die untenherum stärker gebaut sind, sich weniger Sorgen zu machen brauchen.

Als Normwert wird daher nun der Bauchumfang herangezogen, der zwischen Becken und letzter Rippe gemessen wird. Dabei gilt, dass der Wert bei Frauen nicht über 88 Zentimetern und bei Männern nicht über 102 Zentimetern liegen sollte. Männer, deren Bauchumfang unter 94 Zentimetern bei einem BMI-Wert von 25-30 liegt, gelten als nicht gefährdet.

Diejenigen, deren Werte darüber liegen, sollten allerdings mal über's Abspecken nachdenken - und häufig erreicht man mit einigen kleinen Umstellungen schon sehr viel.

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