---05.02. 2012---
Tipps rund um's Körpergewicht und Abnehmen
Irrtümer, wenn es ums's Abspecken geht
Abends nichts essen
Weit verbreitet ist die Meinung, man solle abends nichts mehr essen, da der Körper nachts eher Fettpolster bildet. Wissenschaftliche Belege für diese Hypothese fehlen allerdings. Richtig ist, dass der Kalorienumsatz im Schlaf etwas geringer als im Wachzustand ist, doch deswegen legt man noch lange kein Hüftgold an, wenn man spät am Abend noch isst.

Dennoch scheint es zu wirken, allerdings nur, weil man schlicht und einfach den halben Tag nichts gegessen hat, wenn man von abends sieben bis morgens sieben nüchtern bleibt. Denselben Effekt hat man jedoch, wenn man von zehn bis zehn nichts zu sich nimmt. Wer sich allerdings um zehn Uhr abends noch eine üppige Mahlzeit zuführt und morgens früh schon wieder mit einem Bärenhunger aufwacht und fünf Eier mit Speck vertilgt, der nimmt natürlich zu.

Zum Abnehmen ins Fitnessstudio

Viele Leute laufen hoffnungsvoll ins Fitness-Center, um ein paar Pfunde zu verlieren. Das klappt jedoch nur bedingt, denn eine gute Figur wird nicht auf der Hantelbank geformt sondern beim Laufen, Schwimmen, auf dem Fahrrad oder bei anderen aeroben Bewegungen. Im Kraftraum selbst verbrennt man relativ wenig Fett, man legt jedoch Muskelmasse zu, die als aktives Körpergewebe den Grundumsatz an Kalorien maßgeblich erhöht. Behält man trotz des erhöhten Stoffwechsels durch das Krafttraining die Kalorienzufuhr konstant, nimmt man auf lange Sicht hin tatsächlich ab.

Fettverbrennung und Puls

Häufig hört man, dass die Herzfrequenz bei Ausdauer-Bewegungen in einem bestimmten Bereich gehalten werden soll, um mehr Fett zu verbrennen. Das stimmt insofern, als freie Fettsäuren, die in den Muskeln, in den Organen oder im Blut lagern umgesetzt werden. Das Hüftgold oder der Bauchspeck bleiben dabei jedoch unberührt.

Für denjenigen, der Abnehmen will, ist es völlig irrelevant, wieviel Fett er während der aktuellen Trainingseinheit verbrennt. Bei der Gewichtsreduktion kommt es einzig darauf an, dass die Energiebilanz negativ gehalten wird, indem dem Körper weniger Kalorien zugeführt werden, als er tatsächlich benötigt oder - noch besser -, indem ihm durch körperliche Arbeit mehr Energie entzogen wird als ihm durch die Nahrung zur Verfügung gestellt wird.

Problemzonen beim Krafttraining bearbeiten

Glücklich ist der, bei dem sich die Fettpölsterchen gleichmäßig über den Körper verteilen. Das ist jedoch nicht bei allen der Fall. Viele Menschen haben sogenannte Problemzonen - bei Männern meist der Bauch und die Hüften, bei Frauen der Po, die Beine und etwas seltener die Hüften - an denen sich die ganze Pracht konzentriert.

Beim Abnehmen verliert man dann überall Masse, nur nicht dort, wo man es sich wünscht. Die Beine werden dünner, das Gesicht schmaler und bei Frauen wird die Brust kleiner.

Auf natürliche Art kann man diese Problemzonen leider nicht gezielt bearbeiten. Es gibt zwar einige dubiose Angebote, bei denen durch Elektroreiz bestimmte Körperpartien stimuliert werden oder Wickel, die die Durchblutung und den Stoffwechsel gezielt erhöhen sollen, doch wissenschaftliche Belege für ihre Wirksamkeit stehen noch aus.

Auch mit intensiven Kraftübungen wie Bauchcrunches ist den Problemzonen nicht beizukommen. Mit diesem Training wird durch gezielten Muskelaufbau an den besagten Stellen lediglich das Bindegewebe gestrafft - der Speck verschwindet dadurch aber nicht.

Wer den Problemzonen an's Leder will, muss durch eine negative Energiebilanz - vorzugsweise durch mehr Bewegung - so lange Fett abbauen, bis dem Körper nichts anderes übrig bleibt, als seine wohlgehüteten Schätze anzugreifen.

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