---05.02. 2012---
Tipps rund um's Körpergewicht und Abnehmen
Der Jojo-Effekt
Ein Jojo ist vor Gameboy & Co einmal ein beliebtes Spielzeug für Kinder gewesen - bei einer Diät ist der danach benannte Jojo-Effekt jedoch gefürchtet.

Was hat es aber mit dem Jojo-Effekt auf sich? Einfach gesagt, gewöhnt sich der Körper an eine bestimmte Nahrungszufuhr. Liegt diese über dem tatsächlichen Verbrauch, werden Fettreserven für schlechte Zeiten angelegt. Je mehr sich die Depots füllen, desto langsamer nimmt man zu, denn nun beginnt der Metabolismus, verschwenderisch mit der zugeführten Energie umzugehen. Viele Nährstoffe werden kaum verdaut wieder ausgeschieden und was noch übrig ist, wird als Wärmeenergie abgestrahlt. Mit anderen Worten: Der Körper hat, ernährungstechnisch betrachtet, ausgesorgt - und geht in Rente.

Sobald die Nahrungszufuhr jedoch drastisch gestört wird, schaltet er auf Notprogramm und fährt seinen Grundumsatz herunter. Je weniger Energie der Körper nun bekommt, desto weniger Kalorien werden verbrannt und umso intensiver wird das Essen verwertet. Muskeln werden abgebaut, da sie, im Gegensatz zum Fettgewebe, ständig Kalorien verbrauchen - selbst im Schlaf. Damit sinkt der Grundumsatz weiter. Der Körper klammert sich an die letzte Kalorie. Die Leistungsbereitschaft sinkt und man fühlt sich unzufrieden, denn die Erinnerung an die fetten Zeiten sind noch frisch.

Wenn am Ende der Diät schließlich wieder mehr Nahrung zur Verfügung steht, beeilt sich der Körper, diese so schnell als möglich in Form von Fettzellen zu speichern, um für den nächsten Notstand gewappnet zu sein. Man nimmt daher sehr bald wieder an Gewicht zu und übertrifft unter Umständen sogar noch das Anfangsgewicht, obwohl man weniger gegessen hat als zuvor.

Vermeiden lässt sich der Jojo-Effekt, indem man dem Körper schleichend die Fettreserven entzieht. Zunächst geht es dabei darum, kalorienreiche Geschmacksbomben wie Fast-Food oder Naschwerk durch natürliche Produkte zu ersetzen, um den Geschmackssinn wieder an eine von übermäßigen Geschmacksverstärkern verschont gebliebene Kost zu gewöhnen.Im nächsten Schritt wird der Nahrungsumfang maßvoll reduziert bei gleichzeitiger maßvoller Steigerung der körperlichen Aktivität. Dadurch wird aktive Muskelmasse aufgebaut, die wiederum zu einer Steigerung des Grundumsatzes beiträgt. Dazu braucht es jedoch viel Zeit und Geduld, denn mal eben schnell 20 Kilo für den nächsten Badeurlaub abzunehmen ist einfach nicht drin.

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