---18.05. 2012---
Online-Lexikon: Ernährung
Diabetes
Beim Diabetes mellitus handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate gelangen als Glucose (Traubenzucker) über die Darmwand ins Blut. Der Körper versucht, den Blutzuckerspiegel in engen Grenzen zu halten, um eine optimale Versorgung der Zellen mit Energie zu gewährleisten. Selbst wenn wir lange nichts gegessen haben, bleibt dieser Spiegel konstant, da unsere Leber ständig Glucose bildet. Dieser Prozess wird durch zwei Hormone gesteuert: Glucagon, das die Zuckerneubildung steigert und Insulin, das sie hemmt.
Normalerweise produziert der Körper ca. 250 Gramm Zucker. Wenn jedoch Insulin fehlt oder nicht richtig wirkt, dann schnellt dieser Wert auf bis zu 500 Gramm hoch. Diese Störung wird Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus genannt. Betroffene müssen dementsprechend ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren und sind zur Regelung auf Medikamente angewiesen.

Zu dieser Fehlfunktion kommt es unter anderem aufgrund einer übermäßigen Versorgung des Körpers mit bestimmten Kohlenhydraten wie Traubenzucker, oder raffiniertem Zucker (Haushaltszucker), und anderen. Diese gelangen nämlich schnell ins Blut und sorgen für Blutzuckerspitzen, die durch Insulin wieder ausgeglichen werden müssen. Dieser Überfluss an genannten Zuckern ist das Resultat unserer Wohlstandsgesellschaft und nicht natürlicher Evolution - und die Bauchspeicheldrüse, in der das Insulin produziert wird, ist eigentlich auch nicht für eine ständige hohe Zuckerbelastung konzipiert. Ihre Funktionsfähigkeit kann durch die übermäßige Belastung nachlassen und Diabetes mellitus kann die Folge sein.

Wer mit einer bewussten Ernährung dem Diabetes mellitus entgegenwirken will, der sollte darauf achten, komplexe Kohlenhydrate wie etwa Stärke, die in Verbund mit Ballaststoffen vorkommen, den einfachen oder künstlich erzeugten Kohlenhydraten vorzuziehen, da sie langsamer verdaut werden und somit kontinuierlich ins Blut gelangen und dort keine Blutzuckerspitzen verursachen.

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