---18.05. 2012---
Online-Lexikon: Ernährung
Eiweiß (Proteine)
Das Eiweiß oder auch Protein ist ein unentbehrlicher Baustoff der menschlichen Zellen. Eiweiß setzt sich aus Aminosäuren zusammen, von denen der menschliche Körper 21 bestimmte Arten benötigt. Die Hälfte kann der Körper selbst produzieren, die andere Hälfte muss mit der Nahrung zugeführt werden. Diese Aminosäuren nennt man essentiell.
Das Eiweiß wird im Darm in seine Bestandteile aufgespalten und dann für den Aufbau körpereigener Proteine benutzt. Dabei entscheidet die Art des zugeführten Eiweiß, zu wieviel Prozent es zur Produktion genutzt werden kann. Grob gesprochen kann man sagen, dass tierische Eiweiße in der Regel besser verwertet können als pflanzliche und tierisches Protein demnach eine höhere Wertigkeit für den menschlichen Körper besitzt.

Tierisches Protein steckt vor allem in Fleisch, Fisch und Geflügel, Eiern und Milchprodukten. Pflanzliches Eiweiß findet sich in Getreide, Hülsenfrüchten und Sojaprodukten. Die tägliche Proteinzufuhr sollte bei etwa einem Gramm pro Kilogramm Körpergewicht liegen. Sportler und Menschen unter erhöhter körperlicher Belastung benötigen entsprechend mehr Eiweiß (bis zu 1,5 g/kg Körpergewicht). Bei einer ausgewogenen Ernährung wird dem Körper jedoch genügend Protein zugeführt. Zusatzprodukte wie Eiweiß in Pulver- oder Tablettenform sind auch für sportlich Aktive nicht notwendig, denn zu viel Eiweiß belastet Leber und Nieren. Zu wenig Eiweiß hingegen verringert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, schwächt das Immunsystem, führt zu Haarausfall oder einer Fettleber.

Unter bestimmten chemischen oder physikalischen Einflüssen verändern Eiweiße ihre Struktur. Wir nutzen diese Eigenschaft beim Kochen. Das Frühstücksei beispielsweise gerinnt beim Erhitzen und das Eiweiß wird hart. Dieser Prozess nennt sich Denaturieren und ist nicht wieder rückgängig zu machen. Daher ist hohes Fieber lebensgefährlich, denn ab einer Körpertemperatur von 42 Grad verklumpen einige Proteine der roten Blutkörperchen und können ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Mit Fieber reagiert der Körper auf Krankheitserreger, deren Proteine teilweise schon unter 42 Grad denaturieren und absterben.

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