---18.05. 2012---
Online-Lexikon: Ernährung
Fett
Fette gehören zu den üblichen Verdächtigen bei Übergewicht - und das nicht zu unrecht. Fett ist der wichtigste Energielieferant und alles, was nicht gleich verbraucht wird, wird als für das ästhetische Empfinden unschöne Fettpölsterchen für schlechte Zeiten gespeichert. Nun sind die Zeiten nicht mehr so schlecht, Nahrung ist für fast jeden im Überfluss vorhanden und der Energiebedarf an sich ist bei den meisten auch rapide gesunken. Der Tisch ist reich gedeckt und die Körperfülle steigt. Mit Grausen sieht das Gesundheitsministerium Milliarden über Milliarden Euro für die Spätfolgen dieser Wohlstandssucht künftig wie Butter in der Sonne dahinschmelzen und hat daher der Fettleibigkeit den Kampf angesagt.
Da Fette unter anderem Geschmacksträger in der Nahrung sind, steht der einzelne vor dem Dilemma, entweder kulinarische Einbußen hinzunehmen oder aber die Trägheit der eigenen Masse mit einem disziplinierten Sport- und Bewegungsprogramm zu überwinden. Der beste Weg ist, wie immer, der mittlere, und damit der Genuss nicht vollends auf der Joggingstrecke bleibt, ist es wichtig, etwas über die verschiedenen Fette zu erfahren, um die, für das Geschmacksempfinden überflüssigen Fette, gleich aus dem Ernährungsplan zu verdammen.

Neben der Energiespeicherung übernehmen Fette wichtige Funktionen wie Zellschutz, Wärmeregulation und vor allem das Lösen der Vitamine A, D, E und K im Körper. Vereinfacht unterscheidet man zwischen Fetten mit gesättigten Fettsäuren und welchen mit einfach- beziehungsweise mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wobei die ungesättigten Fettsäuren reaktionsfreudiger sind als die gesättigten.

Das bedeutet, dass die ungesättigten Fettsäuren größtenteils sofort für die Stoffwechselprozesse im Körper verwendet werden, während sich die gesättigten Fettsäuren eher zu den vorhandenen Fettpolstern gesellen.

Wer Fett in der Nahrung meidet, nimmt trotzdem nicht unbedingt ab, denn auch Kohlenhydrate werden zu Fettreserven umgewandelt, sofern sie nicht durch Bewegung in Energie umgesetzt werden. Wer abnehmen möchte, muss am Ende des Tages eine negative Energiebilanz vorweisen, das heißt, er muss mehr Kalorien verbrannt als zugeführt haben.

Ein Kilogramm Fett enthält übrigens 9300 Kilokalorien. Mit dieser Energie kommt ein Mann von 80 kg Gewicht rund 100 Kilometer weit - zu Fuß (im Vergleich dazu: ein Kilogramm Kohlenhydrate enthalten nur 4100 Kilokalorien).

Unglücklicherweise finden sich die trägen gesättigten Fettsäuren just in den Speisen, die wir so gerne mögen: Currywurst, Hamburger, Schokolade, Torte, Butter und so weiter, während die leichter verdaulichen ungesättigten Fettsäuren als naturbelassene, pflanzliche Öle wie Distel-, Oliven-, Rapsöle und in Meeresfischen vorkommen. Einen winzig kleinen Schritt in Richtung Fettabbau tut man schon, wenn man erstens seine Mahlzeiten überwiegend selbst zubereitet, denn dann weiß man genau, was in welchen Mengen drin ist. Und zweitens kann man tierische Fette beim Kochen häufig durch naturbelassene pflanzliche Öle ersetzen. Gemüse schmeckt zwar nach wie vor in Butter gedünstet besser, doch Fleisch kann ebensogut statt in Butter oder Margarine in kaltgepresstem Öl angebraten werden.

In unserem kleinen Online-Kochbuch finden Sie schmackhafte, leichte Kochrezepte, in denen auf die Verwendung von "guten" Fetten Wert gelegt wird.

Fett, Fette, mehrfach gesättigte Fettsäuren, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, negative Energiebilanz, Fettstoffwechsel, Ernährung, Lebensmittel
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