---18.05. 2012---
Online-Lexikon: Ernährung
Nährstoffe
Immer mehr Hersteller der Lebensmittelindustrie gehen dazu über, die Nährwerte ihrer Produkte auf der Verpackung auszuweisen. Das erleichtert den Einkauf wesentlich, denn so erhält man Informationen über den Kaloriengehalt und die Verteilung der wichtigsten Bestandteile Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette.
Nun wollen die Nahrungsmittel-Hersteller ihre Waren natürlich in einem guten Licht erscheinen lassen, weswegen die scheinbar objektiven Angaben auf den Verpackungen leicht in die Irre führen können. Da das Wort "Fett" zum Synonym für Übergewicht und Fettleibigkeit schlechthin avanciert ist, werben die Produzenten von Gummbibärchen mit einem Fettgehalt von 0 Prozent bei ihrem Naschwerk. Das stimmt zwar auch, nur nützt das recht wenig, wenn es gleichzeitig 80 Prozent Kohlenhydrate enthält, die, wenn Sie nicht gleich wieder bei körperlicher Betätigung verbrannt werden, in Fett umgewandelt und als Pölsterchen gespeichert werden.

Natürlich steht der Kaloriengehalt eines Produktes immer in Relation zur Aufnahmemenge. Wenn eine kleine Tüte Kartoffelchips (125 g) um die 650 Kalorien enthält, genauso viel wie die 16-fache Menge an Erdbeeren (2 kg), dann wird deutlich, wie kalorienschwer das beliebte Knabbergebäck ist. Und wenn man bedenkt, dass eine 70 Kilo schwere Frau oder Mann fast zwei Stunden zügig walken müssen oder aber neun Stunden lang ohne weitere Nahrungszufuhr Fernsehen können, um die Kalorien einer kleinen Tüte Kartoffelchips wieder zu verbrennen, dann wird man das nächste Mal vielleicht etwas nachdenklicher in die Tüte grapschen.

Mit dem Kalorienrechner kann man sehr gut nachvollziehen, wieviel Kalorien man tatsächlich braucht und wieviel man bei welcher Tätigkeit umsetzt. Die Kalorientabelle zeigt darüber hinaus, in welchen Nahrungsmitteln der Kalorienteufel überall lauert.

Wer sich bewusst ernähren will, muss nun nicht jede einzelne Kalorie auf die Goldwaage legen. Es gibt viele leckere Sachen und nichts ist gegen eine Sünde einzuwenden. Doch sollte man immer wissen, dass man gerade sündigt und in welchem Maße. Dazu reicht ein Grundwissen über die wichtigsten Inhaltsstoffe unserer Nahrung und wofür unser sie gebraucht werden. An erster Stelle stehen da das Eiweiß, die Kohlenhydrate und natürlich die {0037Fette - die guten genauso wie die schlechten.

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