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| ---05.02. 2012--- | Seite empfehlen | zu Favoriten | Newsletter |
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Online-Lexikon: Kochen und Nahrungsmittel
Fermentieren einheimischer Pflanzenblätter
Fast alle Kräuter und Früchte eignen sich
Nun kann man nicht nur den echten Tee (Camellia sinensis) fermentieren, sondern auch die Blätter von Beeren, Brennesseln, Brombeeren und andere, um deren Geschmack zu verfeinern, wobei Folgendes passiert: Die Struktur der Blätter wird durch mechanische Gewalt und Gärung aufgebrochen, wodurch sie Inhaltsstoffe freigeben, die sie in kochendem Wasser allein nicht hergeben würden. Blätter zu fermentieren ist nicht sonderlich aufwändig und jeder kann eigentlich mal probieren, ob der selbstgemachte Aufguss schmackhafter ist, als die Mischungen aus dem Teebeutel.
Zum Fermentieren eignen sich am besten junge Blätter. Diese werden zunächst für einen Tag zum Anwelken an einem schattigen Ort auf einem Tuch ausgelegt. Dann werden sie grob geschnitten und mit einem Nudelholz kräftig zerdrückt - so viel zur mechanischen Gewalt. Jetzt kommt der eigentliche Teil der Fermentation, die Gärung: Die Blätter werden mit Wasser bespritzt, ohne dass sie triefend nass werden, fest in das Tuch eingebunden und dann für etwa drei Tage an einen warmen Ort (optimalerweise etwa 30 Grad) verbracht. Man kann die Blätter gelegentlich durchkneten, ohne dabei das Tuch zu öffnen, um die Feuchtigkeit besser zu verteilen. Nach den drei Tagen sollte das Knäuel rosig duften und sich die Blätter rötlich braun verfärbt haben. Damit die Blätter nicht schimmeln, müssen sie nun wieder, entweder bei Zimmertemperatur oder aber im Backofen, getrocknet werden. Danach kann man sie in einer luftdichten Büchse verschlossen aufbewahren. Erdbeer-, Himbeer- und Brombeerblätter eignen sich besonders gut zum Fermentieren und können pur oder aber mit Pfefferminze, Zitronenmelisse und anderen Kräutern gemischt aufgegossen werden.
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