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| ---18.05. 2012--- | Seite empfehlen | zu Favoriten | Newsletter |
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Kurzweilige und spannende Bücher
Walter Moers: Ensel und Krete
Kaum ein Kind dieses Kulturkreises ist ohne das Grimm'sche Märchen Hänsel und Gretel aufgewachsen. Kaum ein Kind hat nicht mit bangem und gebanntem Blick dem guten Ende entgegengefiebert, wenn das Geschwisterpaar sich aus den Klauen der bösen Hexe befreit und endlich nach Haus zurückkehren kann.
An genau dieses Märchen lehnt sich auch Walter Moers mit "Ensel und Krete" an. Nur kommen hier zwei Fhernharchen-Kinder - von Natur aus äußerst schreckhafte Wesen - im Urlaub mit den Eltern vom Weg ab und verirren sich in den Tiefen der zamonischen Wälder. Dort treffen sie auf eine Reihe seltsamer und auch gefährlicher Kreaturen, die ihre heile Rückkehr jedoch nicht ernsthaft in Frage stellen. Erzählt wird die Geschichte vom berühmten zamonischen Dichter Hildegunst von Mythenmetz, der in "Die Stadt der träumenden Bücher" später selbst der Titelheld eines seiner größten Werke werden soll. Doch bereits in dieser frühen Erzählung lässt sich die Egozentrik des späteren Sterns am literarischen Himmel Zamoniens erkennen, denn das Schicksal der beiden Kinder dient ihm lediglich als Bühne, um mit verschiedenen Stilelementen wie der Mythenmetz'schen Abschweifung oder der direkten Ansprache an den Leser zu experementieren. Phasenweise ist diese Erzählung von Walter Moers recht witzig und auch die angehängte "Halbe Biografie des Hildegund von Mythenmetz" steckt voller Schmunzelelemente - ist jedoch weit von dem fesselnden Einfallsreichtum und sprühenden Wortwitz anderer Zamonien-Romane entfernt.
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