---05.02. 2012---
Tipps zur körperlichen Fitness
Fitness mit Maß
Körperliche Fitness hat zunächst einmal nichts mit Übergewicht zu tun. Das Körpergewicht sagt über die Leistungsfähigkeit wenig aus. Man kann dick sein und sich dabei durchaus fit und wohl fühlen. Wer aber schon beim Treppensteigen ins Schnaufen kommt, sollte die körperliche Verfassung einmal auf den Prüfstand bringen. Am besten lässt sich das mit einer langfristig angelegten Kontrolle der Herzfrequenz bewerkstelligen.
Mit steigender Fitness sinkt der Ruhepuls

Ein sehr guter Indikator für die allgemeine Fitness ist das Verhältnis von Ruhepuls zu Belastungspuls zu Erholungspuls. Den Ruhepuls misst man am besten morgens direkt nach dem Aufwachen. Der Ruhepuls sollte über eine längere Zeit hinweg beobachtet werden und der Mittelwert dann als Basisgröße für den Trainingserfolg herangezogen werden. Liegt der Ruhepuls um etwa 10 Schläge pro Minute höher, deutet das auf körperliche Überlastung hin. Einen optimalen Trainingseffekt hat man erreicht, wenn der Ruhepuls am Morgen nach einer Trainingseinheit genauso hoch ist wie nach einem Ruhetag. Mit steigender Ausdauer-Fitness sollte der Ruhepuls spürbar sinken.

Belastungsspitzen vermeiden
Der Belastungs-Puls wird direkt nach einer körperlichen Belastung gemessen. An diesem Wert liest man ab, welchen Trainingseffekt man gerade erzielt. Besonders Anfänger schießen dabei gern über das Ziel hinaus. Sie wollen so schnell wie möglich so viel wie möglich erreichen. Doch aus einem Sportmuffel wird innerhalb eines Monats noch kein Profi. Der gesamte Körper muss sich erst langsam an die steigende Beanspruchung gewöhnen. Gerade beim Sport gilt der Grundsatz: "Weniger ist mehr!" Das heißt nun nicht, dass man sich weniger bewegen sondern einfach nur Belastungsspitzen vermeiden sollte. Mit dem Puls-Rechner können Sie Ihre individuellen Werte leicht bestimmen.

Gut trainiert ist, wer schnell regeneriert

Wichtig für die Beurteilung der Fitness ist der Erholungspuls. Das ist der Puls, den man etwa zwei bis drei Minuten nach einer körperlichen Belastung hat. Je größer die Differenz ist, desto besser ist der Körper trainiert. Der Erholungspuls sollte jedoch auf jeden Fall um 30 Prozent niedriger liegen als der Puls vor der Belastung, denn wer drei Minuten nach einer Belastung immer noch hechelt und nach Luft ringt, hat sich überschätzt.

Durch Konzentration und richtiges Atmen kann man den Erholungspuls positiv beeinflussen. Das lässt sich beispielsweise bei Biathleten beobachten, die ihre Herzfrequenz nach einer intensiven Belastung sehr schnell wieder herunterbringen müssen, damit sie beim Schießen eine ruhige Hand haben. Bewährt hat sich dabei, tief und konzentriert durch die Nase in die Bauchdecke einzuatmen, kurz inne zu halten und den Atem durch den Mund vollständig wieder herauszulassen.

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