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| ---05.02. 2012--- | Seite empfehlen | zu Favoriten | Newsletter |
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Sportarten und Freizeitaktivitäten
Krafttraining und Muskelaufbau
Stahlharte Muskeln, eine schlanke Taille, stramme Beine, ein straffer Po, statt Bierbauch das vielzitierte Sixpack unter'm Hemd und statt Speckrollen definierte Muskelknollen an Schultern und Armen - das verbinden die meisten Menschen mit dem Gang ins Fitness-Studio. Viele von ihnen sitzen dabei zwei grundlegenden Irrtümern auf. Erstens verliert man durch reines Krafttraining in der Regel keine nennenswerten Mengen an Fett und zweitens verliert man sie bestimmt nicht an den Stellen, die man durch's Training am intensivsten beansprucht.
Fettpölsterchen lassen sich nicht mit Hanteln wegstemmen
Daher hat es auch absolut keinen Sinn, dem Futter-Ranzen mit stoischer Hartnäckigkeit über Bauch-Crunches auf den Leib zu rücken. Die Fettpolster sind nämlich keine Energiespeicher der darunterliegenden Muskeln. Dass sie sich gerade an bestimmten Stellen bilden, liegt am gentischen Bauplan und dieser sieht bei dem einen Hüftgold vor, während der andere gewampert durch's Leben läuft und wieder andere einen ausgeprägten Fettsteiß, einen voluminösen Po oder stämmige Schenkel liebevoll ihre Problemzone nennen. Körperfett baut man vorzugsweise durch eine negative Energiebilanz ab. Das heißt, man führt dem Körper weniger Kalorien zu als er für die Verrichtung seiner Arbeit benötigt. Das regelt man, indem man entweder Diät hält oder aber dem Körper bei gleicher Nahrungszufuhr einfach mehr abverlangt. Dafür eignen sich am ehesten Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen, Walking oder Rad fahren. Jeder Mensch hat - mal mehr und mal weniger - Muskelvolumen, der eine versteckt sie nur verschämt unter einer dicken Schicht Wohlstandsspeck, während der andere es stolz zur Schau trägt. Um es freizulegen, hilft nur ausdauernde Bewegung. Mit intensivem Krafttraining lässt sich die Energiebilanz jedoch indirekt beeinflussen. Muskeln sind nämlich aktives Körpergewebe, das immer mit Energie versorgt werden muss, und mit dem Aufbau von Muskelmasse erhöht sich somit auch der Grundbedarf des Körpers an Kalorien. Trainingsziele
Bevor man mit dem Krafttraining beginnt, sollte man sich über klare Trainingsziele stecken. In der Regel wird ein mäßiger Muskelaufbau avisiert, denn die wenigsten wollen tatsächlich Bodybuilding betreiben und ein gewaltiges Muskelvolumen aufbauen. Dazu reichen eigentlich ein paar Grundübungen, bei deren Ausführung eine Vielzahl verschiedener Muskeln gleichzeitig beansprucht werden. Dazu gehören das Kreuzheben, Kniebeugen, Klimmzüge, Schulterdrücken, Rudern und Bankdrücken. Krafttraining betreibt man daneben auch, um die körperlichen Voraussetzungen zu schaffen, sich in einer anderen Sportart zu verbessern. In diesem Fall werden die Muskelpartien, die eben für diese Sportart wichtig sind, isoliert trainiert. Unter fachkundiger Anleitung werden gerade Untrainierte mit Krafttraining schon nach recht kurzer Zeit messbare Fortschritte erzielen und das allgemeine Wohlbefinden steigt. Gefahren beim Krafttraining
Man kann beim Stemmen von Hanteln jedoch auch viel falsch machen - mit ernsten Konsequenzen für die Gesundheit. Gerade Anfänger unterschätzen diese Gefahren und übernehmen sich schnell. Dabei gibt es eigentlich nur zwei Grundregeln für einen gesunden Muskelaufbau: Man muss ersten immer auf die korrekte Körperhaltung und Atmung bei der Ausführung achten und zweitens sind mehr Wiederholungen besser als weniger mit höheren Gewichten. Denn bei zu schweren Gewichten wird eine Übung nicht mehr korrekt ausgeführt, was zu Schädigungen der Muskeln, Sehnen, Knochen und Gelenke führen kann. Wer seine Körperkraft intensiv trainiert wird sich nach anfänglich großen Fortschritten irgendwann mal den Grenzen der körperlichen Leistungsfähigkeit erreichen. Um "weiterzukommen" muss immer mehr Aufwand betrieben werden und am Ende kämpft man um jedes Gramm. Das ist der Punkt, an dem viele mit dem Gedanken spielen, ihren genetischen Bauplan mit pharmazeutischen Mitteln auszutricksen. Davon ist jedoch dringendst abzuraten, denn diese Präparate, die häufig genug auch noch in den verwegensten Kombinationen eingenommen werden, führen zu ernsthaften Schädigungen der Organe und es gibt mehr Sportler, die ihre gedankenlose Risikobereitschaft mit ihrer Gesundheit oder ihrem Leben bezahlt haben als es Sportler gibt, die damit nennenswerte Erfolge erzielen konnten. Man muss sich einfach damit abfinden, dass irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht ist - und von da an geht es nur noch darum, die Kraft zu halten. Genau so wenig wie nicht aus jedem ein ausgezeichneter Basketballer werden kann, kann auch nicht aus jedem ein berühmter Bodybuilder werden. Ausgewogenes Training
Ein Muskel - und zwar der wichtigste überhaupt - wird häufig beim Krafttraining vernachlässigt und das ist das Herz. Je mehr Muskeln der Körper aufbaut, umso mehr Arbeit muss das Herz leisten, um diese Muskeln mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Daher sollte das Krafttraining optimalerweise mit Ausdauertraining wie Schwimmen, Joggen, Walking oder Rad fahren kombiniert werden, bei dem Herz und Kreislauf gestärkt werden. Nicht jede Übung und nicht jede Maschine im Kraftraum ist für jeden Körperbau gleich gut geeignet und daher sollten sich Neulinge ein Studio mit kompetentem Personal suchen, die einen individuellen Trainingsplan erarbeiten und in die Geräte vor Ort erklären. Bei körperlichen Beschwerden sollte vorher unbedingt der Arzt konsultiert werden.
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